39 vhs Traunreut • Tel. 08669 86480 Gesellschaft und Leben 1322 Erbrecht und Testament Geerbt, geschenkt, gestritten - das muss nicht sein! Wer soll mein Erbe sein? Wer wird es nach dem Gesetz? Dieser Vortrag behandelt jene Fragen, die sich wohl jeder schon einmal gestellt, sie dann jedoch wieder verdrängt hat. Der Vortrag geht insbesondere auf die gesetzliche Erbfolge, das damit verbundene Pflichtteilsrecht und auf Fragen der Erbschafts- und Schenkungssteuer ein. Es gibt viele Ratgeber und Leitfäden, der Teufel steckt jedoch im Detail: Formfehler oder zweideutige Formulierungen („Für den Fall unseres gemeinsamen Todes“) bergen die Gefahr, dass ein selbst verfasstes Testament nicht den Kern trifft oder gar ungültig ist. Die Regelung der Erbschaftsangelegenheiten ist keine Frage des Alters. Gerade jüngere Familien sollten für den Ernstfall vorsorgen, denn die gesetzliche Erbfolge hat oft unerwünschte Auswirkungen. Der Notar weist auf Fehlerquellen bei der Testamentsverfassung hin und gibt Tipps für die eigene Nachlassregelung. Eine individuelle Rechtsberatung erfolgt nicht! Wir bitten um Anmeldung. Mitzubringen/Materialien: Schreibzeug. Maximilian Bühner Montag, 16.03.26, 19.00-20.30 Uhr Rathaus, Rückgebäude, Sitzungssaal 2. OG, Rathauspl. 3, Traunreut Gebühr: 12,- 1323 Mein Recht auf ein selbstbestimmtes Sterben in Würde Aktuelle Informationen zur „erlaubten Sterbehilfe“ Ist Sterbehilfe erlaubt? Ja, Sterbehilfe ist erlaubt, wenn der Arzt nach dem Willen des Patienten lebensverlängernde Maßnahmen unterlässt oder beendet. Auch Hilfe zur Selbsttötung ist erlaubt. Vor mehr als 4 Jahren hat das BVerG beschlossen, das jeder das Recht hat zu sterben unabhängig von Alter und Krankheit und auch das Recht hat, sich dafür Hilfe zu holen. Aber noch hat der Gesetzgeber den klaren Auftrag des BVerG nicht erfüllt. Es fehlt daher an einer gesetzlichen Grundlage. Es kann und darf nicht sein, dass der einzige Weg aus diesem Dilemma Sterbehilfeorganisationen sind. Frau Dr. Krause-Michel, Vorsitzende der ambulanten Ethikberatung, beschäftigt sich intensiv mit dieser Problematik und gibt Ratschläge. Ist meine Patientenverfügung der Garant, dass mein Wille am Lebensende wirklich beachtet wird? Dr. med. Birgit Krause-Michel, Ärztin und Ethikberaterin MIttwoch, 13.05.26, 18.00-19.30 Uhr Heimathaus, Heimatstube, Joh.-Hinrich-WichernStr. 5, Traunreut Gebühr: 12,- 1324 Die Patientenverfügung und die Rote Hand Die Rote Hand ist der plakative Hinweis, dass dieser Patient eine Patientenverfügung hat und zusammen mit dem Hausarzt besprochen hat, dass im Notfall keine Wiederbelebung erfolgen soll und er bei einer Verschlechterung möglichst nicht ins Krankenhaus gebracht werden will. Er lehnt lebensverlängernden Maßnahmen ab. Er möchte in Würde sterben, und zwar möglichst zu Hause und unter guter Symptomkontrolle durch den Hausarzt. Diese Anordnung gilt für den Rettungsdienst, dem Pflegepersonal und dem ärztlichen Bereitschaftsdienst. Eine Nichtbeachtung seines Willens wäre möglicherweise Körperverletzung. Aber es gibt noch viel zu tun, um sowohl die Bedenken der Patienten, ihrer Angehörigen aber auch der behandelnden Ärzte zu zerstreuen. Frau Dr. Krause-Michel hat als Vorsitzende der ambulanten Ethikberatung dieses Projekt vor fast 10 Jahren ins Leben gerufen und wird über die Sinnhaftigkeit der Roten Hand referieren. Dr. med. Birgit Krause-Michel, Ärztin und Ethikberaterin Mittwoch, 20.05.26, 18.00-19.30 Uhr Heimathaus, Heimatstube, Joh.-Hinrich-WichernStr. 5, Traunreut Gebühr: 12,- 1325 Märchen in der Trauerarbeit Die Trauer gehört zur Freude wie das Sterben zum Leben. Märchen zu schreiben ist eine Möglichkeit, sich aus der Passivität des unbegreiflichen Verlustes zu befreien. Man kann in schlichter, kindlicher Sprache Unausgesprochenes und Unaussprechbares klären, ohne zu erklären. Frau Dr. Birgit Krause-Michel ist Trauerbegleiterin, Psychotherapeutin und Palliativmedizinerin. Anhand der von den Teilnehmern verfassten Märchen begleitet sie die Trauernden behutsam auf ihrem Weg zu einer erfolgreichen Trauerarbeit. Nicht das Weinen tut gut, sondern die Integration des Verlustes in das eigene biografische Gedächtnis. Dr. med. Birgit Krause-Michel, Ärztin und Ethikberaterin Samstag, 25.04.26, 18.00-19.30 Uhr Heimathaus, Heimatstube, Joh.-Hinrich-WichernStr. 5, Traunreut max. 20 TN Gebühr: 12,- 1326 „Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung und Erbrecht“ Grundbegriffe - online Was ist eine Vorsorgevollmacht, wie muss diese aussehen? Patientenverfügung, Hinterlegung, Form und Inhalt. Grundbegriffe wie Berliner Testament, Pflichtteil, Vor- und Nacherbschaft und Nießbrauch werden erläutert und steuerliche Freibeträge und testamentarische Gestaltungen besprochen. Skript mit Mustern wird ausgereicht. Bertram Böhm, Rechts- und Patentanwalt Montag, 20.04.26, 18.30-20.00 Uhr Weiterer Termin: 15.06.25 Online-Kurs (Zoom) Gebühr: 12,- 1327 Das Unternehmertestament - online Übergabe des Unternehmens zu Lebzeiten, Vermeidung von Pflichtteilsansprüchen von Kindern. Wie kann ein Unternehmen übertragen werden, ohne dass einzelne Kinder mit Pflichtteilsansprüchen ihrer Geschwister belastet werden. Wie wirkt eine Güterstandsschaukel? Grundbegriffe wie Berliner Testament, Pflichtteil, Pflichtteilsverzicht, Vor- und Nacherbschaft und Nießbrauch werden erläutert und steuerliche Freibeträge und testamentarische Gestaltungen besprochen. Skript mit Mustern wird ausgereicht. Bertram Böhm, Rechts- und Patentanwalt Montag, 26.01.26, 18.30-20.00 Uhr Weiterer Termin: 27.04.26 Online-Kurs (Zoom) Gebühr: 12,- 1331 Schenken und Erben aus steuerlicher Sicht - Vortrag Die Erbschafts- und Schenkungsteuer ist ein breites Feld. Jede Privatperson und jeder Unternehmer muss Erwerbe, die der Erbschafts- und Schenkungssteuer unterliegen, binnen einer Frist von drei Monaten beim zuständigen Finanzamt schriftlich anzeigen. Die Anzeigepflicht kann sogar Personen betreffen, die für einen anderen handeln (müssen): gesetzliche Vertreter oder Verfügungsberechtigte. Der Vortrag beschäftigt sich mit den notwendigen steuerlichen Pflichten, den Steuersparmöglichkeiten, stellt die Freibeträge vor, zeigt auf, wie eine Immobilie steuerfrei übertragen werden kann und klärt auf, dass es sogar Pflegefreibeträge gibt. Einblicke in (steuerlich motivierte) Nachfolgeplanung, Möglichkeiten einer Familiengesellschaft und -stiftung runden das Themengebiet ab. Die Teilnehmer/innen können natürlich Fragen stellen, der Kurs beinhaltet jedoch keine individuelle Steuerberatung. Der Kursleiter ist Diplom-Kaufmann und Steuerberater. Wir bitten um Anmeldung. Dr. Christian Mayerlechner, Diplom-Kaufmann, Trainer Verbraucherbildung Bayern Montag, 08.06.26, 19.00-20.30 Uhr Rathaus, Rückgebäude, Sitzungssaal 2. OG, Rathauspl. 3, Traunreut Gebühr: 12,-
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